Elektrischer Strom

Der elektrische Strom oder elektrische Stromstärke wird kurz Strom genannt. Damit ist die Übertragung elektrischer Energie gemeint.
Der elektrische Strom ist die gerichtete Bewegung freier Ladungsträger (neg. geladene Elektronen). Der elektrische Strom kann nur fließen, wenn zwischen zwei unterschiedlich geladenen Polen genügend freie und bewegliche Ladungsträger vorhanden sind. Zum Beispiel in einem leitfähigen Material (Metall, Kohle, Flüssigkeit, etc.).
Negative Ladung entsteht durch Elektronenüberschuss.
Positive Ladung entsteht durch Elektronenmangel.

Für den elektrischen Strom gilt:

  • Im elektrischen Stromkreis wird elektrische Energie von der Spannungsquelle zum Verbraucher transportiert und dort umgewandelt.
  • Es fließt nur dann Strom, wenn der Stromkreis geschlossen ist.
  • Die elektrische Stromstärke gibt an, wie groß die zu-, bzw. abfließende Ladungsmenge innerhalb einer bestimmten Zeit ist.
  • In einem Stromkreis ist die Stromstärke überall gleich.
  • Das Formelzeichen ist das große I. Die Einheit des elektrischen Stroms ist Ampere (A, mA, µA)).

Stromfluss

Die Größe des elektrischen Stroms wird als elektrische Stromstärke I bezeichnet. Je mehr Elektronen (Ladungsträger) in einer Sekunde durch einen Leiter fließen, desto größer ist die Stromstärke.

Stromarten

Gleichstrom (DC) fließt nur in einer Richtung mit gleichbleibender Stärke.
Wechselstrom (AC) fließt mit ständig wechselnder Richtung und Stärke.
Mischstrom (pulsierender Gleichstrom) setzt sich aus einem Gleichstrom- und einem Wechselstromanteil zusammen.

Stromrichtung

Die Stromrichtung wird in Schaltungen mit einem Pfeil angezeigt. Aufgrund unterschiedlicher wissenschaftlicher Annahmen und Erkenntnisse sind zwei Stromrichtungen definiert.

Technische Stromrichtung
(historische Stromrichtung)

Physikalische Stromrichtung
(Elektronenstromrichtung)

Technische Stromrichtung Physikalische Stromrichtung
Im Verbraucher fließt der Strom vom Pluspol (+) zum Minuspol (-). Richtung der Elektronenbewegung: Im Verbraucher bewegen sich die freien Elektronen vom Minuspol zum Pluspol.

Messen des elektrischen Stroms

Das Strommessgerät (Amperemeter) wird immer in Reihe zum Verbraucher angeschlossen. Dazu muss die Leitung des Stromkreises aufgetrennt werden, um das Messgerät in den Stromkreis einfügen zu können. Während der Messung muss der Strom durch das Messgerät fließen.

Beim Messen mit dem Strommessgerät ist folgendes zu beachten:

  • Wahl der richtigen Stromart: Wechsel- oder Gleichstrom (AC/DC).
  • Bei Gleichstrom ist auf die Polarität zu achten.
  • Den richtigen Messbereich einstellen.
  • Messbereich nicht wechseln, wenn Strom durch das Amperemeter fließt.

Tipp:
Ist der Stromkreis nur schwer zugänglich oder darf nicht aufgetrennt werden, so ist die Spannung an einem bekannten Widerstand im Stromkreis zu messen. Danach kann mit Hilfe des Ohmschen Gesetzes die Stromstärke berechnet werden.

 

 curtsoft.de